Der französische Komponist Erik Satie (1866-1925) starb am 1. Juli vor hundert Jahren. Ich liebe viele seiner kleinen Klavierkompositionen, die mich durch ihre Direkt- und Einfachheiten immer wieder überraschen. Er ist einer der seltenen Komponisten, dessen Schriften sich auch als literarische Texte (Fantasien, Etüden etc.) lesen lassen.
Von ihm stammt die Idee einer Musik, die sich nicht ausbreiten und etablieren, sondern „zurückhalten“ soll. Sie könnte Räume und Hintergründe auf legere Weise füllen und sich mit den Passanten, die sie träumerisch durchqueren, solidarisieren. Er schrieb Stücke mit seltsam-skurrilen Titeln, so ein Schlaffes Präludium für einen Hund oder eine Bürokratische Sonatine.
Er lebte im Künstlerviertel von Montmartre und verdiente seinen Lebensunterhalt zum Teil auch als Bar- und Kabarettpianist.
ARTE hat ihm eine Doku gewidmet:
https://www.arte.tv/de/videos/119443-000-A/erik-satie-ein-komponist-ausserhalb-der-zeit/
Und hier eine Interpretation seiner „Kalten Stücke“:
Allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs wünsche ich ein satiegetränktes Wochenende!