Am kommenden Donnerstag, dem 19. März 2026, 18 Uhr, wird die im Verlauf der letzten drei Jahre sanierte Kirche Kreuzerhöhung in meinem westerwäldischen Heimatort Wissen/Sieg wieder eröffnet. Es ist zugleich der Festtag des heiligen Josef, des Patrons der Arbeiter und Handwerker, die Pfarrer Martin Kürten im Blick hat, um so all jenen besonders zu danken, die nach der schweren Zerstörung der Kirche durch einen infamen Brandanschlag zum Wiederaufbau beigetragen haben.
Zerstört wurden zu großen Teilen auch die künstlerisch bedeutenden Fresken des Kölner Dommalers Peter Hecker, die zwischen 1929 und 1931 an der Decke und in der Apsis der Kirche entstanden waren. Hecker war mit meiner Mutter befreundet und hielt ihre jugendliche Gestalt in einem Detail des Deckenfreskos fest. Davon habe ich in meinem Roman Hecke (1983 bei S. Fischer erschienen) erzählt, der die Lebensgeschichte meiner Mutter während der Naziherrschaft mit der Geschichte ihres damaligen Wohnortes verbindet.
Es wird mir eine große Freude sein, beim Blick auf die sanierten Deckengemälde dem Porträt meiner Mutter wieder zu begegnen. Während ich daran denke, lässt mich ein Kirchenlied nicht los, das ich in den Kinderjahren oft gehört habe: „Ein Haus voll Glorie schauet, weit über alle Land …“
Mir diesem mich berührenden Lied verbunden, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs ein intensives Wochenende!